Rätselhafte Studienabbrecher: Plötzlich waren sie nicht mehr da

Scheiden Studenten erfolglos aus dem Studium, weiß keiner: War das Scheitern oder ein Neuanfang? Darauf ruhen sich die Hochschulen aus und weisen die Schuld an katastrophalen Abbrecherzahlen von sich. Damit soll nun Schluss sein.

Es ist ja nicht so, dass sich Dr. Werner Link keine Mühe gegeben hätte. Der Referent des Rektors der Fachhochschule Dortmund hatte einen zweiseitigen Fragebogen ausgetüftelt, der den Studierenden auf den Zahn fühlen sollte, die der FH den Rücken kehren. Wechseln die Abtrünnigen die Hochschule? Wenn ja, warum? Brechen sie ganz ab? Was sind die Gründe?

Viele Fragen – aber beantworten wollen sie nur wenige Ex-Studenten. Lediglich rund zehn Prozent der Bögen kommen zurück. „Die Abgänger sind schwer zu erreichen“, sagt Link. Einen Zwang zur Mitarbeit gebe es nicht. Andere Hochschulen hätten den Abgängern Belohnungen für ausgefüllte Fragebögen in Aussicht gestellt, erzählt Link – ebenfalls mit geringem Erfolg.

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