Studienaussteiger im Handwerk

Leistungsträger gibt es nicht auf Knopfdruck

Studienabbrecher sind im Handwerk willkommen, besonders als Führungsnachwuchs. Doch wie kommt man an sie ran – und was wollen sie?

Studienaussteiger als Nachwuchs für das Handwerk

 

Woher kommt eigentlich in Zukunft der Führungsnachwuchs im Handwerk? Eine interessante Quelle könnten Studienabbrecher sein. Von denen gibt es eine ganze Menge: Fast jeder dritte Student steigt irgendwann aus.

Doch die Studienaussteiger denken nicht automatisch an „Handwerk“, wenn sie sich neu orientieren. Und auch für die Chefs im Handwerk ist es eine Umstellung.

So ticken die Studienabbrecher
Worauf sich die Betriebe einstellen müssen, weiß Dieter Mertens, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Vechta. Dort läuft seit einem Jahr das Projekt „ Masterplan Handwerk „. 20 Studienabbrecher für 20 Handwerksbetriebe, das war das Ziel, berichtet Mertens. Dieses Ziel hat er erreicht und kann nun wertvolle Einblicke und Erfahrungen an andere Betriebe weitergeben.

 

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Programme für Azubis: Wanka will mehr Lehre wagen

Nein, nicht jeder soll studieren, mindestens genauso wichtig sind Auszubildende. Deshalb plant die Bundesregierung nach SPIEGEL-Informationen ein neues Programm fuer Lehrlinge. Und auch Studienabbrecher sollen schneller eine Alternative finden.

Berlin/Hamburg – Die Bundesregierung will nach Informationen des SPIEGEL fuer ein besseres Image der Ausbildungsberufe sorgen. Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) spricht von „einer grossen Aufgabe dieser Legislatur“ und plant unter dem Arbeitstitel „Chance Beruf“ ein Programm, um das duale System wieder attraktiver zu machen.

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Ausbildung und Arbeitsplaetze

Ausbildung und Arbeitsplaetze: Wie bloß unsere Luecken fuellen?

Der Bedarf an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern schafft, was der Kopenhagen-Prozess seit ueber 10 Jahren vergeblich gefordert hat

Die naturwissenschaftlichen Studiengaenge sind deutlich schwieriger als ihre geistes- oder sozialwissenschaftlichen Verwandten. Entsprechend hoch liegt die Abbrecherquote in den sogenannten MINT-Faechern. War dies in den vergangenen Jahren fuer viele Unternehmen kein Problem, zeigt sich nun, dass mit den fertig ausgebildeten Ingenieuren und Naturwissenschaftlern der Bedarf nicht mehr zu decken ist. Die Politik, die Industrie und inzwischen sogar das Handwerk fordern nun, dass fuer diese Studienabbrecher endlich leichtere Uebergaenge in die Berufswelt geschaffen werden.